Willkommen beim AIMICAN. Wir sind ein Forschungsnetzwerk mit einem klaren Ziel: Künstliche Intelligenz so zu entwickeln, dass sie Kindern und jungen Menschen mit psychischen Problemen sicher und kompetent helfen kann. Made in Europe.

#Die Herausforderung

Psychische Gesundheit: Warum wir früh handeln müssen

Seelische Gesundheit ist das Fundament für ein glückliches Leben. Doch die Zahlen sind alarmierend: Etwa die Hälfte aller psychischen Erkrankungen beginnt bereits vor dem 18. Lebensjahr. Bis zum 25. Lebensjahr sind es sogar 70 Prozent. Allein in Europa betrifft das ca. 25 Millionen junge Menschen. Wenn diese Probleme nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden, bleiben sie oft ein Leben lang. Daher: Wir brauchen Lösungen!

Die Hürden: Zu wenig Hilfe, langes Warten, kaum Prävention

Schnell Hilfe zu erhalten ist jedoch schwer: Therapieplätze fehlen, Wartelisten lang und die Kosten hoch. Hinzu kommt: Viele junge Menschen möchten anonym bleiben und sich selbst helfen. Oft bräuchten wir gar keine umfassende Therapie, wenn wir Probleme rechtzeitig erkennen würden.

Die Chance: Künstliche Intelligenz als Hilfe?

Hier kommt KI ins Spiel. Junge Menschen nutzen bereits KI-Tools wie ChatGPT, um Rat bei Problemen zu suchen. Auch Smartphone- und Wearable-Daten (sogenanntes Passive-Sensing) könnten helfen, psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und schneller zu helfen.

Das Potenzial von KI ist riesig:

  • Präzisere Diagnosen: KI kann Ärzte unterstützen, komplexe Krankheitsbilder schneller zu verstehen.
  • bessere Prävention: Algorithmen erkennen den Beginn psychischer Probleme, bevor sie zu groß werden.
  • Schnellere Hilfe: KI-Therapie kann die Zeit bis zur Therapie überbrücken.
  • Entlastung: Weniger Bürokratie für Klinikpersonal durch KI-gestützte Dokumentation.

Die Risiken: Warum "ChatGPT" kein Arzt ist

Doch Vorsicht ist geboten. Große Sprachmodelle wie ChatGPT sind keine digitalen Ärzte.

  • Fehlendes Fachwissen: Sie wurden nicht für medizinische Diagnosen trainiert und können gefährliche Falschinformationen liefern.
  • Black Box: Wir wissen oft nicht, wie solche Modelle zu ihren Ergebnissen kommen.
  • Datenschutz: Wer heute kostenlose KI-Tools nutzt, gibt dabei oft intimste Gedanken und Informationen an Unternehmen preis.
Besonders Kinder können diese Risiken kaum einschätzen.


#Unser Ansatz

Was ist AIMICAN?

AIMICAN (Artificial Intelligence for the Promotion of Mental Health in Children and Adolescents) ist ein gemeinnütziges Netzwerk aus Expertinnen und Experten der Bereiche KI, IT, Psychiatrie, Psychotherapie, Ethik und Recht. Die Initiative wurde 2024 von Stefan Lüttke (Universität Saarland) ins Leben gerufen.

Unsere Mission

Damit KI sicher in Psychiatrie und Psychotherapie eingesetzt werden kann, braucht es spezialisierte Modelle. Um diese zu entwickeln, fehlen aber umfangreiche Trainingsdaten. AIMICAN schließt diese Lücke. Für das Training von Chatbots bauen wir eine der größten, gesicherten Datenbanken Europas auf. Sie enthält Gesprächsdaten aus Diagnostik und Therapie junger Menschen. Die hierfür notwendige IT-Infrastruktur kann auch für klinische Daten aus Passive Sensing nutzbar.

Was wir erreichen wollen

  • Souveränität: Wir schaffen eine unabhängige, europäische Forschungsinfrastruktur – frei von kommerziellen Interessen großer Tech-Konzerne.
  • Verständnis: Entwicklung von KI, die die spezifische Sprache und Probleme von Kindern und jungen Menschen wirklich versteht.
  • Praxis-Transfer: Wir forschen nicht für die Schublade, sondern für Werkzeuge, die tatsächlich in Kliniken und Praxen ankommen.


#Sicherheit und Transparenz

Datenschutz ohne Kompromisse

Wir setzen auf Sicherheit.

  • Zertifizierte Sicherheit: Daten werden ausschließlich in einem für Gesundheitsdaten zertifizierten Rechenzentrum gespeichert.
  • Verschlüsselung: Modernste Verschlüsselungstechnologien schützen jeden Datentransfer.
  • Sichere Umgebung: Die KI-Modelle werden in geschützten Umgebungen trainiert

Open Science: Wissen teilen

Wir arbeiten nach den Prinzipien von „Open Science“. Das bedeutet: Unsere Ergebnisse, Algorithmen und Standards stellen wir der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung. So machen wir unsere Arbeit überprüfbar und beschleunigen den Fortschritt für alle. Unser Motto: Gemeinsam für die Gemeinschaft.


#Das Netzwerk

Wer steht hinter AIMICAN?

Das Projekt wird aktuell von einer interdisziplinären Task Force vorangetrieben. Zu den aktuell beteiligten Institutionen gehören unter anderem:

  • Deutsches Forschungszentrum für KI (DFKI)
  • Hertie Institute for Artificial Intelligence in Brain Health Tübingen
  • Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence (ScaDS.AI)
  • Nationale Forschungsdateninfrastruktur for Health (NFDI4Health)
  • Leibniz-Institut für Psychologie
  • Universität Saarland
  • Technische Universität Dresden
  • Universität Regensburg

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